EU-Parlament stimmt für Ende der Zeitumstellung ab 2021

Wenn es nach dem EU-Parlament geht, braucht man sich die Frage „Wer hat an der Uhr gedreht?“ ab 2021 nicht mehr zu stellen. 410 der Abgeordneten im EU-Parlament stimmten für das Ende der Zeitumstellung, 192 dagegen. 51 enthielten sich der Stimme. Damit ist das Parlament der Empfehlung des zuständigen EU-Verkehrsausschusses gefolgt.

Diese Abstimmung ist aber nur ein Zwischenschritt, denn am Ende muss ein Kompromiss mit den Mitgliedstaaten gefunden werden. Und genau hier droht uns ein chaotischer Flickenteppich, denn die EU-Staaten sollen jeweils selbst entscheiden, ob der Staat dauerhaft die Winter- oder die Sommerzeit einführen will. Deutschland kann sich dann anders entscheiden als Frankreich oder Polen. Nachbarländer lägen in unterschiedlichen Zeitzonen.

Die „Normalzeit“ nach der sich der Sonnenverlauf richtet, ist die bisherige Winterzeit. Wenn wir uns also entscheiden müssten, dann sollten wir es im Sinne der Bauwirtschaft für die Winterzeit tun, denn sonst bliebe es im Winter bis nach 9:00 Uhr dunkel. Die Baustellen müssten länger künstlich beleuchtet werden und das Unfallrisiko steigt. Lieber wäre uns aber, der „Uhrknall“ würde ausbleiben und die Zeitumstellung, die nur wenige Nachteile hat, bliebe bestehen.