Fachkräfteeinwanderungsgesetz verschärft den Fachkräfteengpass am Bau: Verlängerung der Westbalkan-Regelung dringend geboten!

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll die Einwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten ermöglichen. Aktuell wird es im Deutschen Bundestag debattiert. Für die Bauwirtschaft ist das Gesetz kein großer Wurf im Kampf um die Fachkräfte. Ganz im Gegenteil – es wird den Engpass noch verschärfen: Nur solche Personen sollen einwandern dürfen, die eine Berufsausbildung abgeschlossen haben, welche mit dem deutschen Niveau vergleichbar ist. Eine Möglichkeit, Menschen mit langer berufspraktischer Erfahrung aber ohne formale Qualifikation einen Aufenthaltstitel in Deutschland einzuräumen, ist nicht vorgesehen. Eine Ausnahme hiervon wurde lediglich der Informations- und Kommunikationstechnologie eingeräumt.

Für die Bauwirtschaft haben wir daher dringend eine Nachbesserung eingefordert. Diese hat der Bundesrat bereits aufgegriffen und hat nicht nur den zu eng gefassten Entwurf kritisiert. Er ist auch unserer Forderung gefolgt, dass die Westbalkan-Regelung dringend fortgeführt werden muss. Über diese werden jährlich etwa 50.000 Arbeitnehmer temporär im Bauhauptgewerbe beschäftigt. Ende 2020 soll die Regelung ersatzlos wegfallen. Dann würden diese erfahrenen Mitarbeiter dem deutschen Baugewerbe ad hoc fehlen. Angesichts der großen Herausforderungen vor denen unser Wirtschaftszweig steht, ist dies für uns nicht akzeptabel.