Bau- und Ausbaugewerbe begrüßt überfällige Änderung der BAFA-Förderung Energieberatung

Mit der Neufassung der BAFA-Förderrichtlinie zur Energieberatung von Wohngebäuden, in der die Qualifikation des Beraters im Vordergrund steht, wird einer hohen Anzahl von Betrieben mit einem Gebäudeenergieberater HwK die Möglichkeit gegeben ihren Kunden eine geförderte Energieberatung anzubieten.

Damit können Impulse zur energetischen Ertüchtigung des Gebäudebestandes gegeben werden. Dies ist dringend erforderlich, so Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB), denn die energetische Modernisierung stagniert derzeit auf einem niedrigen Niveau. Dabei kann im Gebäudebestand noch ein erhebliches Potential erschlossen werden um Heizkosten zu sparen und gleichzeitig die klimaschädlichen CO2-Emissionen zu senken.

Die BVB fordert die Öffnung der Förderung der Beratung für Personen mit dieser Qualifizierung, die auf dem Meistertitel aufgesattelt ist. Damit haben Gebäudeenergieberater HwK nicht nur in ihrem eigenen Gewerk Beratungs- und Ausführungskompetenz sondern können eine Bewertung des gesamten Gebäudes vornehmen, denn die Gebäudehülle mit Dach, Fassade und Fenster sowie der Anlagentechnik sind ganzheitlich energetische zu optimieren um die Einsparpotentiale zu erschließen. Beim Gebäudeenergieberater HwK kommt dabei hinzu, dass er auch die notwendigen praktischen Erfahrungen hat. Er kennt sich aus in den Baustoffen und Baukonstruktionen die in den jeweiligen Baujahren verwendet wurden. Dies kommt der Beurteilung des bestehenden Gebäudes und der daraus abzuleitenden Maßnahmen zu gute. Es geht um das technisch machbare und wirtschaftlich sinnvolle, um dem Gebäudeeigentümer ein auf sein Objekt abgestimmtes Modernisierungskonzept vorzuschlagen. Hierfür sieht die Förderrichtlinie als Beratungsergebnis den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) vor. Danach kann der Eigentümer seine Investitionsentscheidung treffen. Ob in einem Zuge alles gemacht wird oder eine schrittweise Umsetzung der Maßnahmen erfolgt - in jedem Falle gibt es auch für die Umsetzung der Maßnahmen Fördergelder des Staates bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW.

Ab 01.12.2018 tritt die neue Förderrichtlinie in Kraft. Bei einer ohnehin anstehenden Sanierungsmaßnahme, weil z.B. das Dach undicht, der Putz oder die Heizung erneuert werden muss, bietet sich die qualifizierte Beratung besonders an, um dies gleichzeitig für eine energetische Modernisierung zu nutzen. Das entlastet den eigenen Geldbeutel durch die Reduzierung der Heizkosten - Grund genug für Gebäudeeigentümer auf dieses umfassende Förderangebot des Staates zuzugreifen. „Damit kommen wir nicht nur dem erklärten nationalen Klimaschutzziel hoffentlich ein gutes Stück näher“, so Schneider weiter, „sondern auch der Ressourcenschonung und einer Reduzierung der Importe fossiler Energieträger“.