Baugewerbe zum Girl‘s Day: Ausbildung am Bau bietet auch jungen Frauen gute Perspektiven!

„Mit rund 70.000 Unternehmen und 750.000 Beschäftigten ist das Deutsche Baugewerbe ein attraktiver Arbeitsgeber. Die Unternehmen des Baugewerbes bilden in 18 gewerblich-technischen Berufen von B – wie Beton- und Stahlbetonbauer – bis Z – wie Zimmerer - aus. Die Bauwirtschaft insgesamt ist der größte Arbeitgeber in Deutschland.“ erläuterte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa die Vorzüge einer Ausbildung in der Bauwirtschaft.

Dass dies auch zunehmend junge Frauen entdecken, zeigt der Film "Keine Scheu vor der Männerdomäne Bau!", den der Zentralverband des Deutschen Baugewerbe (ZDB) auf www.youtube.de/baukanal veröffentlicht hat. Anlässlich des bundesweiten Berufsorientierungstages Girl‘sDay 2014 am 27. März 2014 will das Baugewerbe Mädchen zwischen 14 und 20 Jahren motivieren, sich über die interessanten und vielfältigen Ausbildungsberufe auf dem Bau zu informieren.

Die duale Ausbildung ist eine der Grundlagen des wirtschaftlichen Erfolgs in Deutschland und der Garant für hohe Beschäftigung und eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit. „Das Handwerk verbindet traditionelle Techniken mit innovativen Ideen. Die Qualifikation der Facharbeiter und Facharbeiterinnen, die sie in ihrer Ausbildung erwerben, trägt zu einer hohen Ausführungsqualität bei. Das hohe Niveau unserer Ausbildung ist somit auch ein wichtiger Beitrag zum Verbraucherschutz.“ So Pakleppa.

Aber die duale Ausbildung ist in Gefahr. Die Aufhebung der Meisterpflicht in einigen Handwerken, darunter auch das Fliesenlegerhandwerk, aufgrund der Reform der Handwerksordnung führte zu einem deutlichen Rückgang der Gesellen- und Meisterprüfungen. Darüber hinaus traten vermehrt Bauschäden auf. Insbesondere in Brüssel und seitens unserer europäischen Nachbarn wird die duale Ausbildung mit der Meisterpflicht zunehmend als Hindernis für den europäischen Binnenmarkt gesehen.

„Diese Diskussion betrachten wir mit großer Sorge. So entsteht eine Abwärtsspirale, an deren Ende überhaupt nicht mehr ausgebildet wird. Das geht zu Lasten der gesamten Gesellschaft. Insbesondere junge Menschen, die Verbraucher und die Unternehmer, die Fachkräfte dringend brauchen, um sich im Wettbewerb zu halten, haben dann das Nachsehen.“ So Pakleppa.

Der Film „Keine Scheu vor der Männerdomäne Bau“ stellt fünf junge Frauen vor, die sich bewusst für eine Ausbildung am Bau entschieden haben. Das sind die angehende Maurerin Melanie, Straßenbauerin Ann-Marie, Isoliererin Janina, Fliesenlegerin Lisa und Zimmerin Julia. Anlässlich des Girl‘sDay berichten sie, warum es ihnen auf dem Bau gefällt und welche Motivation sie hatten, sich auf die Männerdomäne Bau einzulassen.

Weitere Informationen zu den 18 Ausbildungsberufen im Baugewerbe finden sich auf der Webseite www.bauberufe.net. Dort gibt es alles Wissenswerte über die Ausbildung am Bau. Aktuelle Bilder und Videos veranschaulichen die nüchternen Fakten.