Bauwirtschaft begrüßt BMWi-Förderstrategie Energieeffizienz

Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft, der Zusammenschluss des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks mit 380.000 Betrieben, begrüßt die am 12. Mai 2017 vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vorgestellte „Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien“.

„Um im Gebäudebereich die Energieeffizienzziele der Bundesregierung zu erreichen, hat die Bauwirtschaft in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass mit den Beratungs- und Förderinstrumenten mehr Breitenwirkung erzielt werden muss. Dazu ist es nötig, die Förderprogramme übersichtlicher und einfacher zu gestalten.“ So der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz Schneider, in Berlin.

Mit der neuen Förderstrategie Energieeffizienz verfolgt das BMWi eine Energieberatung, die in der „Mitte der Gesellschaft“ ankommen soll und deutlich breiter aufgestellt wird. Die Beratungs- und Investitionsprogramme sollen unbürokratischer gestaltet und klarer strukturiert werden. Die Förderbausteine sollen modular und kombinierbar aufeinander aufbauen. Zur Information der Bürgerinnen und Bürger soll ein One-Stop-Shop eingerichtet werden, der relevante Informationen bündelt und Interessierte von der Beratung bis hin zur Umsetzung von Fördermaßnahmen begleitet.

Dies wird von der Bundesvereinigung Bauwirtschaft grundsätzlich unterstützt. Wichtig dabei ist jedoch, dass dieser One-Stop-Shop nicht nur im Internet präsent ist, sondern dass dahinter auch eine ausreichende Anzahl von fachlich kompetenten Ansprechpartnern für die Bürgerinnen und Bürger steht.

Schneider weiter: „In der Fortschreibung der Förderprogramme, insbesondere der Beratungsprogramme, wie der BAFA-Vor-Ort-Beratung, müssen die Gebäudeenergieberater, die gleichzeitig einen Betrieb haben, ebenfalls anerkannt werden und den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ausstellen dürfen. Nur so lässt sich das Ziel einer Breitenwirkung erreichen.“ Gebäudeeigentümer sprechen die Handwerksunternehmen häufig aus einem konkreten Anlass heraus an, da Maßnahmen an ihren Gebäuden auszuführen sind, die keinen Aufschub dulden. „Bei dieser Gelegenheit können Gebäudeenergieberater gleichzeitig einen iSFP aufstellen und somit die nächsten energetischen Maßnahmen berücksichtigen.“ So Schneider.

Dass der Schwerpunkt der Förderung auch weiterhin auf dem Gebäudebestand liegt und die Förderung energetisch anspruchsvoller Neubauten wie bisher fortgesetzt wird, wird von der Bundesvereinigung Bauwirtschaft begrüßt.

„Leider bleibt eine wichtige Forderung offen. Die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen findet in der Förderstrategie derzeit keine Berücksichtigung.“ Fasst Karl-Heinz Schneider die Kritik der Verbände der Bau- und Ausbauhandwerke zusammen.