Deutscher Baugewerbetag 2012 eröffnet!

Großes Interesse an der zentralen Veranstaltung des Deutschen Baugewerbes. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier traten als Hauptredner auf.

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein zog in seiner Eröffnungsrede eine positive Bilanz für das Deutsche Baugewerbe: „Wir leisten einen Beitrag von rund 4 % zum Bruttoinlandsprodukt – das hört sich nach wenig an, es ist aber mehr als die öfter im Interesse der Öffentlichkeit stehenden – und manchmal auch gehätschelten - Branchen, wie die Kfz-Industrie, die Metall- oder Elektrobranche oder die Chemische Industrie leisten. Die deutsche Bauwirtschaft ist mit mehr als 2 Millionen Beschäftigten einer der größte Arbeitgeber in Deutschland.“

Loewenstein weiter: „Die Bauwirtschaft produziert standortgebunden im Inland; sie produziert keine Konsumgüter, sondern langfristige Investitionsgüter für den Standort Deutschland. Sie ist maßgeblich für die gute Binnenkonjunktur verantwortlich. Und das mit heimischen Arbeitnehmern, die genau wie wir Unternehmer hier ihre Steuern und Abgaben zahlen.“

Der Präsident des ältesten und größten Bauverbandes in Deutschland erinnerte aber auch daran, dass insbesondere von europäischer Ebene Ungemach für den deutschen Mittelstand drohe und der europäische Anpassungsprozess in ein soziale und wirtschaftliche Abwärtsspirale münden könne. Als Beispiele führte Loewenstein Aufweichungstendenzen bei der Entsenderichtlinie, die Beschäftigung von Arbeitnehmern aus Drittstaaten unterhalb deutscher Arbeitsstandards und die drohende Verschlechterung der Zahlungsfristen. Loewenstein begrüßte zwar die Senkung der Beiträge zur Rentenversicherung, erklärte aber, dass die Rücknahme der der Vorfälligkeit der Beiträge stringenter gewesen wäre, insbesondere im Interesse der Liquidität der Unternehmen.

Loewenstein wies darüber hinaus daraufhin, dass ohne Bauwirtschaft die Klimaziele nicht erreicht würden, dass das deutsche Baugewerbe für Ausbau und Erhalt der Infrastruktur bereit stehe und dass die Branche rund 600 Mio. Euro jährlich in die Ausbildung ihrer Fachkräfte investiere. „Denn,“ so Loewenstein zum Schluss, „unsere Unternehmen tragen Verantwortung für die Zukunft. Sie sind inhabergeführt; die Unternehmer und ihre Familien sind und fühlen sich persönlich verantwortlich für ihre Beschäftigten und ihr Unternehmen.“

Der Deutsche Baugewerbetag 2012 wird unterstützt von der Bamaka AG, der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, der Firma Brother, dem Beuth-Verlag, der Firma 123erfasst, dem BRZ Deutschland, von cws-boco, von der Echtzeit GmbH, der Nemetschek GmbH, dem Rudolf-Müller-Verlag, der Signal Iduna, der SOKA-Bau, der VHV Allgemeine Versicherung AG und der Zertifizierung Bau GmbH.