Zwischen 3.000 bis 10.000 Euro betragen die Kosten für Rußpartikelfilter in Baumaschinen

In Berlin dürfen ab Juli nur noch Baumaschinen bzw. mobile Maschinen und Geräte eingesetzt werden, die strenge Abgasstandards erfüllen. Für ältere Baumaschinen bedeutet dies, dass eine Nachrüstung mit einem Partikelfilter erforderlich ist, wenn sie weiterhin bei Maßnahmen der öffentlichen Hand eingesetzt werden sollen.

Von seiten der Bauwirtschaft sehen auch wir die Notwendigkeit, schädliche Feinstaubbelastungen insbesondere im Bereich der Ballungszentren zu reduzieren. Allerdings sind nicht primär die Baumaschinen Verursacher der Emissionen. Deren Anteil ist im Vergleich zur städtischen Hintergrundbelastung kaum messbar und liegt bei 1 – 2 %.
Die vielen stichhaltigen Argumente, die gegen derartige Maßnahmen sprechen, verhallen bei Politik und Verwaltung bislang ungehört: Nachrüstsysteme sind aufgrund der enormen Breite der Baumaschinenpalette und der dementsprechend kleinen Serien nach wie vor teuer. Zu den Anschaffungs- bzw. Einbaukosten kommen dann noch erhebliche Kosten für Wartung und Betrieb. Das verteuert mittelfristig weiter das Bauen und verschärft die Problematik der unterfinanzierten Infrastruktur weiter. Auch harte technische Fakten, wie der höhere Treibstoffverbrauch und der erhöhte NO₂-Ausstoß, verhallen bislang ungehört. Und das alles, obwohl es bislang kein Zahlenmaterial zum Einfluss von Baumaschinen auf die Gesamtfeinstaubbelastung in Städten gibt. Experten gehen davon aus, dass dieser deutlich unter einem Prozent liegt, betrachtet man nur die öffentlichen Bauvorhaben, noch deutlich darunter. Hinzu kommt, dass dieser Anteil in der vergangen Jahren durch die verschärften Grenzwerte für neue Baumaschinen aufgrund der laufenden Erneuerung des Maschinenbestands deutlich zurückgehen wird.

Vor dem Hintergrund dieser Faktenlage ist eine Nachrüstpflicht, die auch in anderen Bundesländern geplant ist, für Maschinen offensichtlich unverhältnismäßig.