Messe EstrichParkettFliese (EPF) festigt ihren Ruf als Leitmesse des Fußbodenbaus

Abert: „Gemeinsame Interessen geschlossen nach außen vertreten.“

Über 200 Aussteller, eine gegenüber der letzten Veranstaltung um 9 % gestiegene Besucherzahl, eine Fülle neuer Produkte sowie zahlreiche Fachveranstaltungen prägten die diesjährige Messe EstrichParkettFliese (EPF 2014) vom 26. – 28. Juni 2014 in Feuchtwangen.
Der Vorsitzende der Bundesfachgruppe Estrich und Belag im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Bertram Abert, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Messeverlauf. Der gemeinsame Messestand der Bundesfachgruppe Estrich und Belag im ZDB, des Fachverbandes Fliesen und Naturstein im ZDB, des Bundesverbandes Estrich und Belag (BEB) sowie des Zentralverbandes Parkett und Fußbodentechnik unterstreicht die Gemeinsamkeiten der im Fußbodenbau tätigen Gewerke, so Abert.

In seiner Eröffnungsrede hatte der Präsident des Landesverbandes Bayerischer Bauinnungen, Franz-Xaver Peteranderl, die Bedeutung des Fußbodenbaus und die Innovationen im Bereich Estrich und Belag betont. Er verwies auf die trotz der guten Baukonjunktur durch die letzte Novellierung der Handwerksordnung 2004 entstandene schwierige Lage für die Gewerke im Fußbodenbau. Seit Abschaffung der Meisterpflicht hat sich die Anzahl der Betriebe bei gleichzeitiger Verkleinerung der Betriebsgrößen vervielfacht. Hierbei seien viele Einmannbetriebe sowie allein im Fliesenlegerhandwerk 18.500 Betriebe, deren Inhaber aus mittel- und osteuropäischen Staaten kommen, zu verzeichnen. Peteranderl warnte vor einer weiteren Bedrohung der Handwerksordnung durch europäische Initiativen und forderte stattdessen eine Rückkehr zu den ursprünglichen handwerksrechtlichen Regelungen.

Auch im Estrichlegerhandwerk hat die Anzahl der Betriebe von 1.676 im Jahr 2003 auf nunmehr 5.546 zugenommen, während die Zahl neuer Estrichlegermeister von 45 im Jahr 2002 auf nunmehr nur noch acht zurückging.

Der Vorsitzende des Zentralverbandes Parkett und Fußbodentechnik, Peter Fendt, unterstrich in seiner Begrüßungsansprache die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit aller im Fußbodenbau tätigen Gewerke. Dies trifft auch bei dem Vorsitzenden der Bundesfachgruppe Estrich und Belag auf Zustimmung. Wir müssen an dem bereits eingeschlagenen Weg einer engen Zusammenarbeit festhalten, so Abert.

Bereits im Mai 2014 hatten die Vorstände von Bundesfachgruppe, Bundesverband Estrich und Belag sowie Bundesfachschule Estrich und Belag Beschlüsse zu einer Intensivierung der Zusammenarbeit getroffen. Unter anderem sollen künftig gemeinsame Hinweisblätter von BEB und Bundesfachgruppe herausgegeben werden. Auch die Zusammenarbeit mit dem Fachverband Fliesen und Naturstein sowie dem Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik soll intensiviert werden, berichtet Abert. Insgesamt sei die Fußbodenbranche zu klein, um sich uneinheitlich präsentieren zu können. Vielmehr müssen die Gemeinsamkeiten gepflegt und gemeinsame Interessen nach außen geschlossen vertreten werden.

Vor dem Hintergrund der guten Wohnungsbaukonjunktur sieht Abert auch ein gutes Geschäftsjahr für den Fußbodenbau voraus. Wegen des spürbar werdenden demografischen Wandels gelte es zur Gewinnung von Nachwuchskräften die Attraktivität des Fußbodenbaus zu betonen. Die vergleichsweise hohe Ausbildungsvergütung, die neue Tarifrente Bau, vielfältige Technologien sowie die sich im Baugewerbe bietenden Aufstiegschancen machen die Ausbildungsberufe im Fußbodenbau ausgesprochen attraktiv.

Die Branche freut auf die nächste EPF 2017!